Rund um den Hetzdorfer Viadukt

Der Hetzdorfer Viadukt ist ein Meisterwerk alter Steinmetz- und Brückenbaumeisterkunst. In 43 m Höhe überspannt er mit 4 großen und 13 kleinen Bögen in einem Radius von 572 m das Flöhatal. Die Grundsteinlegung war 1866, bereits 1868 fuhr die erste Lokomotive darüber. Nach weit mehr als 100jähriger Nutzung war er der steigenden Belastung nicht mehr gewachsen. Es entstanden ab Mitte der 80er Jahre zwei neue Brücken für die verlegte Trasse der Bahnlinie Chemnitz ? Dresden. Heute ist der Viadukt als Wanderweg begehbar.
                       
Wir beginnen die Runde am Gasthof Grünberg an der Staatsstrasse zwischen Flöha und Augustusburg. Dort oder gegenüber in der Falkenauer Strasse findet sich ein Platz zum Abstellen des PKW. Grünberg ist überdies auch mit der Buslinie 705 von Chemnitz aus zu erreichen.
Die Falkenauer Strasse entlang halten wir uns immer rechts auf der Höhe. Zweimal biegt links ein asphaltierter oder mit Platten belegter Fahrweg ab, bis wir immer geradeaus auf der Höhe den Waldrand der Foldung erreichen. Nach weiteren etwa 600 m gehen links zwei Wege ab. Wir wählen davon den rechten. Er bringt uns hinab auf die ehemalige Trasse der Eisenbahn und kurz darauf rechts auf den Viadukt. Hier genießen wir den schönen Blick in das Flöhatal und die umliegenden Höhen.

Am anderen Ende des Viaduktes steigen wir steil die Stufen hinauf und gelangen rechts auf den Aussichtsfelsen der Hetzdorfer Schweiz. Auf der Höhe oberhalb des Flöhatales geht der Weg weiter, bis er sich in Serpentinen hinab senkt in das Tal der Kleinen Lößnitz. Nach rechts gelangt man auf die Strasse und zur Parkettfabrik Metzdorf. Wir gehen aber links aufwärts, dann rechts den Steig empor und auf der Zufahrtsstrasse zum Steinbruch und Zuschlagstoffwerk nach links bis zur Mondscheinmühle. Am Gatter der Damwildzucht verweilen wir gern und lesen interessiert das Angebot zur Bestellung und Kauf dieses fettarmen Fleisches.

Weiter geht es hinter der Mondscheinmühle links die Strasse entlang, vorbei an einem alten, geologisch interessanten Steinbruch. Am Abzweig des Hofweges behalten wir die Richtung geradeaus bei und erreichen nach 600 m die Gleise der Bahnlinie nach Freiberg und kurz darauf die Falkenauer Strasse in Breitenau. Auf ihr etwa 900 m nach links überquert die Strasse den Hetzbach und wir biegen nach weiteren ca. 100 m rechts ab in den grün und gelb markierten Eselsweg (das erste Stück asphaltiert) nach Oederan.
In Sicht der ersten Häuser kurz vor einer Hochspannungsleitung geht links eine landwirtschaftliche Plattenstrasse ab. Auf ihr gelangen wir über die Felder auf die B 173, genau am Abzweig der Strasse nach Hausdorf. Auf dieser müssen wir nun ca. 1200 m gehen - zum Glück ist sie nicht stark befahren, dann biegen wir auf der Höhe kurz vor dem Sendemast links in den markierten Wanderweg zur Karolinenhöhe ein (Schutzhütte). Die Markierung führt uns nun in S-Kurven abwärts an den Schindelbach. Linksseitig des Baches auf dem breiteren Forstweg weiter nach rechts gehend erreichen wir, am Teich leicht links haltend, den Friedhof und die ersten Häuser von Falkenau.
 
Hinter dem Friedhof links die Siedlungsstrasse abwärts und dann einen kleinen Steg mit Treppen benutzend gelangen wir auf die B 173. Ihr folgen wir nach rechts bis zum Ortseingangsschild. Kurz dahinter geht abermals ein kleiner Steg mit Treppen hinunter zur Flöhabrücke. Geradeaus weiter, über die  Eisenbahnbrücke und rechts an der Kirche vorbei gehen wir immer die Strasse der Einheit entlang. Am Bahnhof überschreiten wir die Gleise und sind nun auf der Falkenauer Strasse nach Grünberg. Teilweise stark ansteigend bringt sie uns zum Ausgangspunkt zurück.
Die Länge der Wanderstrecke beträgt 20 km.   
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